Zum 150. Geburtstag eines großen Staatsmanns: Eppli versteigert Objekte aus dem persönlichen Nachlass von Konrad Adenauer
Best Of Auktion „Münzen, Briefmarken & Historika“ – 25. April 2026

Am 25. April 2026 kommen im Eppli Haus Stuttgart Historika aus dem Besitz des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik unter den Hammer: ein prunkvoll gestalteter Brieföffner, mit dem Korrespondenzen aus Politik und Weltgeschehen geöffnet wurden, ein abgegriffener Kriminalroman, der die privaten Stunden Adenauers begleitete und weitere außergewöhnliche Stücke, die seltene Einblicke in sein Leben gewähren.
Konrad Adenauer (1876 - 1967) prägte wie kaum ein anderer die Geschichte der jungen Bundesrepublik. Als erster Bundeskanzler und Außenminister führte er Deutschland aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs heraus und verankerte es fest im westlichen Bündnis. In seinem 150. Geburtsjahr präsentiert Eppli nun einige besondere Objekte aus seinem Privatnachlass.
Historische Stücke aus Adenauers Familienbesitz kommen nach Stuttgart
Die angebotenen Stücke stammen aus dem Nachlass von Adenauers jüngstem Sohn Georg, dessen Familie Eppli mit der Auflösung beauftragt hatte. Ein Teil der Objekte wurde bereits versteigert oder musealen Einrichtungen übergeben – einige interessante Stücke gelangen nun erstmals auf den Markt.
„Es ist uns eine große Ehre, im Jubiläumsjahr Objekte aus dem persönlichen Besitz Konrad Adenauers präsentieren zu dürfen. Diese Stücke erzählen Geschichten aus dem Alltag eines außergewöhnlichen Mannes", sagt Geschäftsführer Ferdinand B. Eppli.
Wenn ein Brieföffner Geschichten erzählen könnte …
Das Highlight der Auktion ist ein prunkvoller Brieföffner mit Münzschaft und Saphirbesatz aus 18-karätigem Gelbgold, gefertigt vom Hamburger Juwelier Goldemann (Lot 10, Startpreis inkl. Aufgeld: 14.000 €). Der Schaft besteht aus einer Monaco-Goldmünze von 1904, eine halbrunde Fassung verbindet ihn mit der Klinge und ist mit Saphircarrés sowie dem Großbuchstaben „A" verziert: ein außergewöhnliches Stück feiner Goldschmiedekunst, dem man seine Geschichte ansieht. Die Herkunft ist durch eine schriftliche Bestätigung eines Adenauer-Enkels belegt.
„Man mag sich kaum vorstellen, welche zeithistorisch bedeutsamen Dokumente mit dieser Klinge geöffnet wurden“, so Ferdinand B. Eppli. Staatspost aus Washington, London oder Paris? Eine Einladung zum Staatsempfang?
In der Ära Adenauer war es üblich, dass Staatsgeschenke in das Privateigentum übergingen. Strenge Regularien, wie sie heute gelten, existierten damals noch nicht. Gerade bei offiziellen Anlässen oder Geburtstagsempfängen erhielt der Kanzler zahlreiche Präsente aus dem In- und Ausland. Womöglich auch den genannten Brieföffner.
Zwischen Staatsmann und Privatmensch: Von Manschettenknöpfen bis zum Krimi
Darüber hinaus kommen weitere Objekte aus seinem Besitz zum Aufruf: Ein Paar Goldmedaillen von 1967 sowie weitere Gedenkmünzen und -medaillen mit seinem Porträt runden das numismatische Angebot ab (Lots 12 und 13, Startpreis inklusive Aufgeld: 7.000 € bzw. 3.600 €).
Einen besonders intimen Einblick gewährt Lot 9: ein Taschenbuch von Agatha Christie. Der Kriminalroman „Tod in den Wolken“ stammt aus seiner Privatbibliothek, trägt deutliche Gebrauchsspuren und belegt, was Zeitzeugen berichten: Der erste Bundeskanzler der BRD war ein leidenschaftlicher Leser klassischer englischer Detektivliteratur. Dass er seinen Krimi eigenhändig signierte, macht dieses unscheinbare Buch zu einem der persönlichsten Stücke der Auktion. Ergänzt wird dieses Los durch eine historische Stadtansicht von Rhöndorf, Adenauers Wohnort, die der damalige Bürgermeister von Bad Godesberg ihm zum 85. Geburtstag widmete (Lot 9, Startpreis inkl. Aufgeld: ohne Limit).
„Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer üben bis heute eine große Faszination aus. Wer eines dieser Stücke erwirbt, hält nicht nur ein außergewöhnliches Objekt in den Händen, sondern ein Stück gelebter deutscher Zeitgeschichte", unterstreicht Ferdinand B. Eppli.
Die Versteigerung der Stücke aus dem Nachlass von Konrad Adenauer findet im Rahmen der Best Of Auktion „Münzen, Briefmarken & Historika“ statt: 25. April 2026, 15 Uhr, Eppli Haus Stuttgart.
Eine Vorbesichtigung ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Auf der Website von Eppli bekommen Sie einen Überblick über alle zu versteigernden Objekte und können weltweit live mitbieten: Auktionskatalog
Pressekontakt:
Eppli Haus Stuttgart
Peter Riemer
Sporerstraße 8
70173 Stuttgart
+49 (0)711 - 997 008 141
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