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Seltene Modellautos:
Zwischen Sammlerleidenschaft und Tradition

Die Geschichte der Modellautos reicht bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als Carl Benz den frisch erfundenen Motorenwagen der staunenden Weltbevölkerung präsentierte. Im Zuge dessen wurden nur kurze Zeit später die ersten Modellautos entwickelt und hergestellt. Anfänglich als „Showcase“ gedacht, um mögliche Kunden zum Kauf eines „realen“ Autos zu überzeugen, entwickelten sie sich Anfang des 20. Jahrhunderts sehr schnell zu beliebten Spielzeugen und sind seitdem nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken.

Während zu Beginn seltene Modellautos von einigen Automobilherstellern selbst verkauft wurden (z.B. Citroën), kamen in den 30er-Jahren zahlreiche externe Firmen hinzu, die sich auf die Produktion originalgetreuer Modellautomobile spezialisierten. Zu nennen wären hier zum Beispiel die Firmen Märklin aus Deutschland (stellt heute überwiegend Modellbahnen her) oder auch Mercury aus Italien.

Seitdem hat sich rund um die Faszination „Modellauto“ eine echte Sammelleidenschaft entwickelt, die Jung und Alt gleichermaßen fasziniert. Besonders seltene und historische Modelle, die auch heute noch in gutem Zustand sind, können durchaus beträchtliche Summen kosten oder einspielen. Außerdem ist es ein ganz besonderes Privileg, einen traditionellen Oldtimer in Miniaturform sein Eigen nennen zu dürfen - oder etwa nicht?

Definition Modellauto

Viele Menschen, die sich mit dem Thema Modellauto nicht intensiv beschäftigt haben, setzen es oft mit der klassischen Definition eines Spielzeugautos gleich. Diese Annahme ist allerdings falsch bzw. nur halb richtig.

Während ein normales Spielzeugauto eine fiktive Erfindung sein kann, sind seltene Modellautos immer optische Nachbildungen eines originalen Automobils, dass zum Fahren verkauft wurde oder immer noch verkauft wird. Nur eben in einem deutlich kleineren Maßstab. Die einzelnen Maßstäbe unterscheiden sich allerdings stark und sind teilweise abhängig von Land, Jahrzehnt und Hersteller. Während in Deutschland vor allem die Maßstäbe 1:87, 1:43 und 1:18 genutzt werden, gilt in Amerika der Maßstab 1:24 als Standard für Sammlerstücke.

All das heißt natürlich nicht, dass man mit einem Modellauto nicht spielen kann. Ganz im Gegenteil. Oft haben Sie damit sogar länger Freude als mit einem klassischen Spielzeugauto, da Modellautos qualitativ hochwertiger produziert werden und daher meist auch etwas teurer sind.

Verwendete Materialien & Tuning von Modellautos

Die für die jeweiligen Modellautos verwendeten Materialien sind abhängig vom gewählten Maßstab. Da Autos im Maßstab 1:87 sehr klein sind, werden diese meist aus Plastik gefertigt, während für größere Modellautos oft eine Kombination aus Metall- und Plastikteilen zum Einsatz kommt. Manche speziellen Modelle werden sogar komplett aus Metall produziert.

Ebenfalls spannend: Im Laufe der jüngeren Vergangenheit hat sich nicht nur bei echten Autos eine Tuning-Leidenschaft entwickelt, sondern auch bei seltenen Modellautos. Diese faszinierende Entwicklung ist zum Großteil der 2001 startenden und extrem beliebten Filmreihe „The Fast and the Furious“ zuzuschreiben. Für das Tuning werden meist Modellautos im Maßstab 1:18 genutzt, da diese etwas mehr Spielraum zulassen und dadurch eine ausreichende Größe haben, um an ihnen zu „schrauben“.

Hersteller seltener Modellautos

In der Einleitung dieses Textes sind wir ja bereits auf ein paar traditionelle Hersteller seltener Modellautos eingegangen. Eine weitere Firma, die wir an dieser Stelle unbedingt nennen möchten, ist die Firma Wiking. Sie ist bereits seit 1936 am Markt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Nicht umsonst finden Sie auch in unserem Eppli-Online-Shop jede Menge Modellautos dieser Firma zu den unterschiedlichsten Sammlerpreisen. Viele davon sind mehrere Jahrzehnte alt und absolut Raritäten der Modellbauindustrie.